Seriöse Tierschutzorganisationen

Seriöse Tierschutzorganisationen/Helfer im Tierschutz

Wir möchten Sie gerne darüber aufklären, wie Sie seriöse von unseriösen Tierschutzorganisationen bzw. seriöse von unseriösen Helfern im Tierschutz unterscheiden können, da illegale Hundehändler leider immer noch aktiv und oftmals gut getarnt sind.

Dass etwas nicht in Ordnung sein kein, wenn man auf einem Markt in Polen oder Tschechien einen Labradorwelpen für 50 Euro ersteht, der Zuhause beim Züchter das Zwanzigfache kosten würde, dürfte, glauben wir, jedem von Ihnen klar sein. An dieser Stelle vielleicht aber trotzdem noch mal ein Aufruf: BITTE!!! Kaufen Sie NIEMALS Hunde bei solchen Händlern! Wir wissen, es bricht einem das Herz, die kleinen Schnuffis im Käfig winseln zu sehen, man möchte sie einfach nur retten. Der Erfolg von Handel dieser Art ist jedoch abhängig von einem einfachen Prinzip: Angebot und Nachfrage. Mit Ihrem Kauf fördern Sie die Nachfrage und animieren somit die Händler dazu, die Hunde anzubieten. Würde niemand die Hunde kaufen, hätten die illegalen Händler auf diesem Wege keine Chance, ihre Hunde an den Mann zu bringen. Leider erliegen viele Menschen verständlicherweise dem Mitleid, leider aber auch mindestens genauso viele den verlockenden Dumpingpreisen bei solchen Hunden. Seien Sie aber versichert: Sie zahlen am Ende drauf. Bevor Sie wieder Zuhause in Deutschland sind, ist ihr neuerworbener Weggefährte tot oder schwer krank. Diese Hunde sind zudem nicht geimpft, nicht gechipt und haben keine Papiere, Sie machen sich zu allem Überfluss also auch noch strafbar. Bitte, tun Sie das also nicht. Kaufen Sie bitte auch keine Hunde in Deutschland bei Privatpersonen, die Ihnen keine genaue Auskunft darüber geben können, woher der Hund kommt oder wo seine Papiere abgeblieben sind, ungeimpfte Hunde sind ebenfalls Tabu. Mit „Papieren“ meinen wir im Übrigen nicht eine Rasseabstammung, sondern einen Impfpass. Darin befindet sich der Herkunftsort des Hundes, das Geburtsdatum, Beschreibungen zu Rasse, Geschlecht und Aussehen, sowie Nachweise für alle gängigen und vorgeschriebenen Impfungen. Informationen hierzu erhalten Sie bei jedem Tierarzt.

Wie wir bereits gesagt haben, zeichnen sich seriöse Unternehmen vor allem dadurch aus, dass sie an der Rettung der Hunde selbst nichts verdienen. Eingenommene Spenden decken die Kosten, oftmals müssen gerade kleine Organisationen auch noch drauflegen. Man macht sich häufig gar nicht klar, was für Kosten und welcher Arbeitsaufwand bei der Rettung eines Hundes eigentlich auf einen Tierschützer zukommen, denn leider ist es nicht so, dass man am Tag X in das Adoptionszentrum stolpert, auf einen Hund zeigt, diesen bezahlt und dann postwendend mitnehmen kann. Zum organisatorischen Aufwand gesellen sich dann noch Kosten für z.B. Benzin und Mautgebühr (da man ja ständig von A nach B fahren muss), Tierarztbesuche, Impfungen, Untersuchungen, Entwurmungstabletten, Hundeshampoo, Behandlung gegen Zecken und Flöhe, evtl. Schlaftabletten für einen Transport per Flugzeug, den Flugpaten, Hundefutter…die Liste ist endlos. Seriöse Unternehmen verdienen an all diesen Dingen nicht. Wenn man z.B. in einem Tierheim 300 Euro von Ihnen für einen Hund verlangt, so ist das durchaus berechtigt, um die laufenden Kosten zu decken, die Tiere zu verpflegen und Angestellte zu bezahlen, alles Dinge, die notwendig sind. Achten Sie darauf, dass Sie für Ihren Kauf eine Quittung erhalten. Tierheime dürfen zudem nur kastrierte Hunde mit Papieren, Impfungen und Mikrochip nach EU-Regelung abgeben.

Seriöse Unternehmen betreiben zudem viel Öffentlichkeitsarbeit, informieren über ihre Aktionen und legen des Weiteren offen, für was sie Spenden verwenden, manchmal sogar in welches Projekt genau IHRE Spende gewandert ist. Sie zahlen entweder einen festen Mitgliedsbeitrag oder können freiwillig einen Betrag Ihrer Wahl spenden, hierfür erhalten Sie in der Regel Spendenquittungen, wenn es sich um einen eingetragenen Verein handelt. Keinesfalls werden Sie ständig dazu aufgefordert, mehr Geld zu spenden oder hier und da noch dies und das zu überweisen. Generell gilt, hören Sie auf Ihren gesunden Menschenverstand, informieren Sie sich im Internet über eine Organisation, bevor Sie etwas unterschreiben, stellen Sie Fragen und werden Sie hellhörig bei Dingen, die Ihnen merkwürdig vorkommen.